# Psyche ist mehrdimensional 

By [Intersoul Lab - Annegret Nolte](https://paragraph.com/@intersoul-lab-annegret-nolte) · 2025-07-05

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Die Seele eines Menschen hat einen tiefen Grund. Das wissen wir, weil wir es erleben. „Meine Empfindungen für dich sind unbeschreiblich, du hast meine Seele berührt“, seufzen Liebende, oder „seit unserer Begegnung bin ich verwirrt... Ich weiß nicht mehr, wo ich stehe, ich habe meine Orientierung verloren“. Intensive Begegnungen verändern unsere Wahrnehmung, weil wir Linearität verlassen. Die Empfindung führt uns in die Tiefe und bricht das Leben in seiner geraden Struktur auf, indem wir es neu bewerten und anders erleben. Psyche ist mehrdimensional und gestaltet sich im körperlichen Erleben der Welterfahrungen. Wir sind im Körper seiend. Gefühle sind daher raumbezogen. Unsere Gefühle dehnen sich im Raum oder ziehen sich zusammen. Meine Trauer verkriecht sich unter der Bettdecke oder in die hinterste Ecke des Zimmers. Meine Wut sprengt den Raum. Das Fass läuft über. Meine Liebe erreicht die entferntesten Planeten. Der Mensch ist im Raum verhaftet. Die Schwerkraft hält uns an Boden. Wir stehen mit beiden Beinen im Leben. Wir berühren die Erde. Das Körperbewusstsein orientiert sich mit den Füßen, die den Boden abtasten. Es berechnet Distanzen, lokalisiert den eigenen Standpunkt, verarbeitet Höhe, Tiefe und Breite des Raumes. Unser ganzer Körper mit all seinen Sinnen steht dem Körperbewusstsein unterstützend zur Seite. Ununterbrochen spielen sich unbewusst stattfindende Wahrnehmungs- und Auswertungsprozesse ab, die dem Menschen erst ermöglichen, sich im Raum zu bewegen. So können wir beispielsweise mit den Händen problemlos Dinge greifen. Wir wissen, mit welcher Kraft und, wohin wir die Hand ausstrecken müssen, um etwas zu nehmen. Wir können uns auf Stühle setzen, ohne in den leeren Raum daneben zu fallen, können Schritte tun, vorwärts und rückwärts. Unentwegt messen wir ab, stellen unseren Körper in Beziehung zu dem, was unsere Sinne uns über unsere Umwelt, über den Raum vermitteln. Können wir das nicht mehr, weil unsere Sinne ausfallen, oder weil unser Gehirn geschädigt ist, verlieren wir die Orientierung. Wir wissen nicht mehr, wo wir sind, verlieren unseren Raumbezug. Das erleben wir als schlimm. Wir können uns den Raum nicht mehr erschließen, können uns in ihm nicht mehr sicher bewegen. Aber nicht nur das. Unser Ich wird unsicher. Schließlich entsteht es im Körpererleben, das sich im Raum abspielt. Verlieren wir den Raumbezug, verliert unser Ich seine räumliche Einbindung. Ich-Sicherheit hat viel mit 27 einem klaren Standpunkt im Raum zu tun. Stehen wir mit dem Füßen fest auf dem Boden, sind wir selbstbewusst, wissen wohin und woher, kennen den Raum, in dem das Ich sich bewegen will. Unser Körper erlebt sich im Raum. Unsere Gefühle entstehen körperbezogen.. Das Bewusstsein für das eigene Ich entsteht aus der Kommunikation zwischen Psyche und Körper mittels komplexer Wahrnehmungs- und Denkprozesse. Die raumunabhängige Seele und der Geist sind durch den Leib mit dem Körper verknüpft. Auch sie haben Einfluss auf unsere Existenz. Sie haben darauf Einfluss, auch wenn wir nicht daran glauben. Seele, Leib und Geist helfen uns, ein Ich zu entwickeln, das den Seelenplan umzusetzen kann. Richtet sich unser Bewusstsein auf Seele, Leib und Körper, werden wir mehr und zur ewigen Zeit. Wir beginnen, wie ein Stern am Himmel zu leuchten, weil wir mit dem Kosmos verbunden sind. Diese Ausrichtung vermag nicht das lineare Bewusstsein zu bewirken, sondern das assoziative, das im Gebet, im Konzert, in der Muße, während der Meditation, im Traum aktiviert wird. Die Seele will wachsen. Ihr Wachstum wird möglich durch irdische Erfahrungen, die das Bewusstsein gestalten und lebendig halten. Die Seele ist eine eigenständige Existenz. In dem Moment, in dem wir geboren werden, spannen sich Fäden hoch zu ihr hinauf, oder anders formuliert tief in sie hinein. Sie spiegelt sie sich in der Psyche und vitalisiert den Körper. Für die Seele sind Momente wichtig, in denen unsere Psyche Zeitloses, Ewiges erlebt, mehrdimensional ist. Der Pilot sieht bei seinem Flug, die Farbenpracht der Nordlichter. Er wird von einem Glücksgefühl durchflutet, weil er etwas spürt, dass größer ist als unsere Existenz. Eine Frau hält ihr Baby in den Armen. Das ist ein Wunder. Ein Arzt fühlt ein Herz in der Hand. Das ist das heilige, zerbrechliche Leben. In diesen Empfindungen sind Körper, Geist und Denken eins mit Seele, Leib und Geist. Das Seelenbewusstsein wächst. Der Körper zerfällt nach dem Tod, unser Bewusstsein und unsere Seele nicht. In ihnen bleibt ein Stück unseres jetzigen Lebens erhalten, wenn wir uns im jetzigen Leben durch unser Bewusstsein seelisch ausrichten und die Momente der Wahrhaftigkeit suchen. Wir sehen, wie wichtig es ist, unsere Wahrnehmung immer wieder auf den einzelnen Moment zu richten. Wir ermöglichen dem Bewusstsein damit die Tür in die Tiefe zur seelischen Welt zu öffnen. Im bewusst erfahrenen Moment, bin ich im Hier und Jetzt. Meine Zeit wird zum Moment, in dem 28 mein Ich zum seelischen Selbst werden kann. Im gelebten Moment ist Ruhe, auch wenn im Außen bewegtes Treiben herrscht. In diesem Moment habe ich genug Zeit, weil genug Zeit da ist. Subjektiv bin ich wirklich im Leben anwesend und nicht nur eine funktionierende Marionette. Mein Bewusstsein bezieht den Moment auf den gegenwärtigen Raum, füllt ihn, verschmilzt mit ihm zu einem verbindlichen Komplex der Bejahung. Hier will ich sein, hier gehöre ich hin, das ist meins. Meine Ausrichtung auf das Hier und Jetzt führt mein Bewusstsein weg von der Linearität, indem es die dimensionale Wahrnehmung erweitert. Der Sekundenzeiger marschiert zwar seinen Weg weiter, doch inmitten jeden Sekundenschlages liegt die Welt dazwischen. Ich erobere mir die Zeit, indem ich subjektiv bewusst bin, mit dem Raum atme, als mehrdimensionale Psyche empfinde und mein Bewusstsein auf Geist und Seele ausrichte. Meine Zeit macht Quantensprünge. Mein Bewusstsein macht Quantensprünge. Mein Bewusstsein ist schnell, weil es mit den assoziativen Denkprozessen operiert. Mein Bewusstsein wird zu einem assoziativen Bewusstsein. Es verbindet sich mit meiner Seele, indem meine Psyche darin aufgeht. Es verbindet sich mit etwas, das größer ist und den Raum zur Krümmung bewegt. Es ist ein Geheimnis und es ist unsere Kraft. Es ist zu uns stehend, weil es uns zufrieden macht. Es ist geistreich und päppelt den Verstand auf. Es hilft uns, Wege zu gestalten, uns im Raum zu entfalten. Es macht Begegnungen zwischen Menschen möglich und steht hinter den Wundern des Unmöglichen. Begreifen wir, dass Psyche mehrdimensional ist und beginnen wir dieses Wissen zu leben, werden wir das gegenwärtige Leben durch Quantensprünge der Zeit rasant verändern, weil Vieles möglich und manifest wird, was unser Verstand, eingebettet im linearen Bewusstsein, nicht für möglich hält.

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