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The Northman

Im Jahr 895 kehrt der Wikingerkönig Aurvandil aus der Schlacht zurück in sein Inselreich Hrafnsey im Nordatlantik. Er wurde von einem Feind im Kampf schwer verwundet und will die Macht seinem 10-jährigen Sohn Amleth übertragen, bevor er sich in die Totenwelt verabschiedet. Fjölnir, Aurvandils Halbbruder, hat jedoch andere Pläne. Er tötet den König, um selbst den Thron zu besteigen. Amleth kann fliehen, seine Mutter, Königin Gudrún, wird allerdings gefangen genommen. Der Prinz schwört, eines Tages seinen Vater zu rächen, seine Mutter zu retten und Fjölnir zu töten. Weil ihm einer seiner Handlanger versichert, dass der rechtmäßige Thronfolger im Meer ertrunken sei, vergisst Fjölnir seinen Neffen und ehelicht dessen Mutter.

Malin Head, einer der Drehorte, bildet den nördlichsten Punkt auf dem Festland Irlands

Viele Jahre später ist aus Amleth ein kräftiger und brutaler Krieger geworden. Gemeinsam mit einer marodierenden Bande plündert er als Berserker das Land der Rus. Bei einem Überfall auf ein Dorf wird er von einer Seherin, die ihn als Prinzen erkennt, an seinen alten Schwur erinnert, den er fast schon vergessen hatte. Als Amleth erfährt, dass Fjölnir durch Harald Schönhaar aus dem Königreich seines Vaters vertrieben wurde, das er einst an sich gerissen hatte, und nach Island geflohen ist, besteigt er ein Sklavenschiff, das seinem Onkel neue Arbeitskräfte bringen soll. Mit an Bord ist die slawische Sklavin Olga vom Birkenwald. Im Norden angekommen hilft sie ihm, seinen Plan in die Tat umzusetzen, auch, um die eigene Freiheit wiederzugewinnen.

Fjölnir ist Stammesfürst in dem kargen und von Vulkanen überzogenen Land. Neben seinem Sohn Thórir hat er mit Gudrún einen weiteren Sohn namens Gunnar. Amleth nennt sich Björnulfur („Bärenwolf“), arbeitet fleißig und verhält sich unauffällig. Als er den Knaben Gunnar während eines Spiels Knattleikr vor dem gegnerischen Spieler Thorfinnr rettet, erwirbt er zum Lohn einige Privilegien, etwa Olga als seine Frau zu erwählen. Eines Abends wird er von einem Polarfuchs in eine Höhle geführt, in der ihm ein Zauberer erzählt, wo er das Schwert Draugr findet, das er für seinen schicksalhaften Kampf braucht. Er könne dieses blutdurstige Schwert aber nur nachts oder an den Toren der Hölle ziehen. Amleth entwendet dies einem Draugr und versteckt es, bis der Tag der Rache kommt.

Nachts tötet und verstümmelt Amleth Thórirs engste Freunde. Eine Nacht später vergiftet und tötet er weitere Männer seines Onkels, unter Mithilfe Olgas und gibt sich Gudrún gegenüber als ihr Sohn zu erkennen. Ihre Reaktion ist jedoch eine andere, als Amleth erwartete. Sie gesteht, Fjölnir geliebt zu haben und diesen erst zum Mord an seinem Vater und auch ihm angestiftet zu haben. Von Aurvandil, dem mehr an Silber und Huren gelegen hätte, fühlte sie sich aufgrund ihrer Sklavenherkunft missachtet, nur geduldet als Mutter des Prinzen. Im Zorn tötet Amleth daher Thórir im Schlaf und schneidet dessen Herz aus der Brust. Fjölnir glaubt an einen Angriff von Trollen, verdächtigt jedoch auch seine Sklaven, von denen er einige willkürlich tötet. Um Olga zu schützen, lässt sich Amleth von Fjölnir und seinen Leuten gefangen nehmen. Am Leben hält ihn zunächst nur das Wissen um den Standort von Thórirs Herzen. Nach massiven Misshandlungen wird er von Raben, womöglich gesendet von seinem Vater, dem „Rabenkönig“ oder gar Odin selbst, befreit.

Olga glaubt, sein Schicksal habe sich womöglich durch ihre Begegnung geändert. Durch eine Vision erkennt Amleth, dass sie von ihm schwanger ist und Zwillinge erwartet, die sein Bluterbe weitertragen. Sie besteigen ein Boot, das sie zu Verwandten nach Orkney bringen soll. Da Amleth glaubt, beide Schicksale, Familienglück oder Rache, gleichermaßen erfüllen zu müssen, schwimmt er alleine zurück, um sich Fjölnir im Kampf zu stellen.[2]

Er tötet die Männer seines Onkels sowie in Notwehr seine Mutter und seinen Halbbruder Gunnar. Angesichts der Leichen von Weib und Sohn fordert Fjölnir Amleth zu einem entscheidenden Kampf, „an den Toren der Hölle“, dem ausbrechenden Vulkan Hekla, wo Amleth sterben würde. Der ausgewogene Kampf dort führt letztlich dazu, dass sich die beiden Männer gegenseitig töten. Sterbend sieht Amleth sein Schicksal erfüllt und wird anschließend von einer Walküre nach Walhall gebracht.