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Digitale Signaturen sind längst Alltag.
Verträge, Vollmachten, Einwilligungen – alles wird heute „online unterschrieben“.
Fast immer abgesichert durch 2-Faktor-Authentifizierung (2FA).
Das wirft eine berechtigte Frage auf:
Wenn 2FA Identität absichert – wozu braucht es dann überhaupt noch Ethereum oder Blockchain-Signaturen?
Die kurze Antwort:
Weil 2FA und Ethereum zwei völlig unterschiedliche Probleme lösen.
2FA ist ein Authentifizierungsmechanismus.
Er beantwortet die Frage:
„Ist die Person, die gerade handelt, wirklich die richtige?“
Typische Beispiele:
SMS-Code
Authenticator-App
Hardware-Token
Biometrische Freigabe + PIN
2FA erhöht die Sicherheit des Moments der Handlung.
Es schützt vor:
fremdem Zugriff
Account-Übernahmen
simplen Betrugsversuchen
Wichtig dabei:
2FA ist immer an ein System gebunden:
an einen Anbieter
an dessen Logs
an dessen interne Prozesse
Der Beweiswert entsteht nicht mathematisch, sondern organisatorisch:
„Unser System sagt, diese Person hat unterschrieben.“
Ethereum ist keine Authentifizierung
und kein Ersatz für 2FA.
Ethereum ist eine neutrale, öffentliche Beweis- und Verifikationsschicht.
Es beantwortet andere Fragen:
Was genau wurde signiert?
Wann wurde es signiert?
Mit welchem kryptografischen Schlüssel?
Ist der Nachweis nachträglich veränderbar?
Wird ein Dokument (genauer: dessen Hash) auf Ethereum verankert, entsteht:
ein unveränderbarer Zeitstempel
ein öffentlicher, global überprüfbarer Nachweis
unabhängig von einem Anbieter oder Unternehmen
Der Beweiswert entsteht rein mathematisch, nicht durch Vertrauen.
2FA schützt den Zugriff.
Ethereum schützt die Historie.
Aspekt | 2FA | Ethereum |
|---|---|---|
Zweck | Identität absichern | Wahrheit festschreiben |
Abhängigkeit | Anbieter / System | öffentliches Netzwerk |
Nachweis | organisatorisch | kryptografisch |
Manipulierbarkeit | theoretisch möglich | praktisch ausgeschlossen |
Langzeit-Beweiswert | begrenzt | sehr hoch |
Oder einfacher:
2FA sagt: „Diese Person durfte handeln.“
Ethereum sagt: „So ist es passiert – und das lässt sich nicht mehr ändern.“
In professionellen, rechtlich relevanten Setups ist nicht entweder/oder, sondern beides sinnvoll.
Ein sauberes Modell:
2FA stellt sicher, wer unterschreibt
Digitale Signatur bindet die Identität an das Dokument
Ethereum-Anchoring beweist dauerhaft, was und wann signiert wurde
Ergebnis:
kein Streit über Versionen
kein Streit über Zeitpunkte
kein Vertrauen in einzelne Anbieter nötig
Eine digitale Maklervollmacht wird:
vom Kunden per 2FA bestätigt
digital signiert
als Dokument-Hash auf Ethereum verankert
Jahre später kann eindeutig bewiesen werden:
welcher Inhalt galt
zu welchem Zeitpunkt
ohne Zugriff auf interne Systeme
Nicht:
„Unser CRM sagt, das war so.“
Sondern:
„Das kann nicht anders gewesen sein.“
Ethereum ist kein Selbstzweck.
Für folgende Fälle reicht 2FA völlig:
internes Login
kurzlebige Zustimmungen
rein operative Prozesse
kein Streit- oder Haftungspotenzial
Ethereum ergibt Sinn, wenn:
mehrere Parteien beteiligt sind
hoher Streitwert existiert
Zeit und Reihenfolge relevant sind
Vertrauen nicht vorausgesetzt werden soll
2FA und Ethereum stehen nicht in Konkurrenz.
Sie adressieren unterschiedliche Ebenen von Sicherheit.
2FA schützt den Moment.
Ethereum schützt die Wahrheit über die Zeit.
Wer digitale Prozesse ernsthaft rechtssicher, langfristig und vertrauensarm aufsetzen will, kommt an dieser Unterscheidung nicht vorbei.
Stuff für die die tiefer gehen möchten 🙂

Ziel: Sicherstellen, wer handelt
Kunde / Geschäftsführer / Zeichnungsberechtigter
Login + 2FA (App, SMS, Hardware-Key, ID-Austria etc.)
klassische IAM-Logik
rechtlich: Authentifizierung & Willensbildung
➡️ Ergebnis:
„Diese Person durfte diesen Vorgang auslösen.“
Ziel: Inhalt eindeutig binden
konkretes Dokument (PDF, JSON, Vertragstext)
digitale Signatur (z. B. qualifiziert / fortgeschritten)
Hashbildung (SHA-256 o. ä.)
➡️ Ergebnis:
„Dieser Inhalt wurde in genau dieser Form akzeptiert.“
Ziel: Unveränderbarkeit & Zeitnachweis
Hash wird nicht das Dokument, sondern nur dessen Fingerabdruck
Anchoring auf Ethereum
öffentlicher Timestamp
kein Personenbezug on-chain
➡️ Ergebnis:
„Dieser Zustand existierte zu diesem Zeitpunkt – unumkehrbar.“
Ziel: Nachträgliche Beweisführung
Hash erneut bilden
mit On-Chain-Eintrag vergleichen
unabhängig von:
Anbieter
Makler
Versicherer
Softwareversion
➡️ Ergebnis:
„Der Nachweis funktioniert auch ohne das ursprüngliche System.“
2FA = Zugangskontrolle
Signatur = Willenserklärung
Blockchain = Beweisarchiv
Kein Layer ersetzt den anderen.
Sie sind orthogonal, nicht redundant.
Diese Argumentation funktioniert ohne Krypto-Buzzwords.
Ethereum wird nicht eingesetzt als:
Vertragspartei
Signaturersatz
Identitätsnachweis
➡️ Recht bleibt off-chain
➡️ Blockchain ist Beweismittel, kein Rechtsakt
Juristisch ist das Anchoring funktional vergleichbar mit:
qualifizierten elektronischen Zeitstempeln
manipulationssicheren Journalen
revisionssicheren Logsystemen
Unterschied:
kein Betreiber-Single-Point-of-Failure
kein „Trust-me“-Anbieter
Nachweis auch ohne laufendes Vertragsverhältnis möglich
keine personenbezogenen Daten on-chain
nur Hashwerte (nicht reversibel)
Dokumente bleiben off-chain kontrollierbar
➡️ Art. 5 DSGVO (Datenminimierung) erfüllt
➡️ Art. 17 DSGVO (Löschung) bleibt möglich
Blockchain speichert Beweis, nicht Daten.
Im Streitfall entfällt:
Diskussion über Dokumentversionen
Diskussion über Zeitpunkte
Diskussion über Systemmanipulation
Stattdessen:
objektiver, neutraler Nachweis
kein Eigeninteresse eines Beteiligten
reproduzierbare Verifikation
➡️ Reduktion von Beweislast-Risiken
➡️ höhere Rechtssicherheit im Regressfall
Versicherungsrealität:
Systeme wechseln
Anbieter verschwinden
Datenformate ändern sich
Blockchain-Anchoring:
systemunabhängig
zeitlich unbegrenzt verifizierbar
auch nach 10–15 Jahren rekonstruierbar
Die Kombination aus 2FA, digitaler Signatur und Blockchain-Anchoring dient nicht der „Krypto-Automatisierung“, sondern der sauberen Trennung von Identität, Willenserklärung und Beweisführung.
Während 2FA den berechtigten Zugriff sicherstellt und die Signatur den Vertragsinhalt bindet, ermöglicht das Blockchain-Anchoring einen unabhängigen, unveränderbaren Zeit- und Integritätsnachweis – ohne personenbezogene Daten zu speichern und ohne Abhängigkeit von einzelnen Systemen.
to be continued
Digitale Signaturen sind längst Alltag.
Verträge, Vollmachten, Einwilligungen – alles wird heute „online unterschrieben“.
Fast immer abgesichert durch 2-Faktor-Authentifizierung (2FA).
Das wirft eine berechtigte Frage auf:
Wenn 2FA Identität absichert – wozu braucht es dann überhaupt noch Ethereum oder Blockchain-Signaturen?
Die kurze Antwort:
Weil 2FA und Ethereum zwei völlig unterschiedliche Probleme lösen.
2FA ist ein Authentifizierungsmechanismus.
Er beantwortet die Frage:
„Ist die Person, die gerade handelt, wirklich die richtige?“
Typische Beispiele:
SMS-Code
Authenticator-App
Hardware-Token
Biometrische Freigabe + PIN
2FA erhöht die Sicherheit des Moments der Handlung.
Es schützt vor:
fremdem Zugriff
Account-Übernahmen
simplen Betrugsversuchen
Wichtig dabei:
2FA ist immer an ein System gebunden:
an einen Anbieter
an dessen Logs
an dessen interne Prozesse
Der Beweiswert entsteht nicht mathematisch, sondern organisatorisch:
„Unser System sagt, diese Person hat unterschrieben.“
Ethereum ist keine Authentifizierung
und kein Ersatz für 2FA.
Ethereum ist eine neutrale, öffentliche Beweis- und Verifikationsschicht.
Es beantwortet andere Fragen:
Was genau wurde signiert?
Wann wurde es signiert?
Mit welchem kryptografischen Schlüssel?
Ist der Nachweis nachträglich veränderbar?
Wird ein Dokument (genauer: dessen Hash) auf Ethereum verankert, entsteht:
ein unveränderbarer Zeitstempel
ein öffentlicher, global überprüfbarer Nachweis
unabhängig von einem Anbieter oder Unternehmen
Der Beweiswert entsteht rein mathematisch, nicht durch Vertrauen.
2FA schützt den Zugriff.
Ethereum schützt die Historie.
Aspekt | 2FA | Ethereum |
|---|---|---|
Zweck | Identität absichern | Wahrheit festschreiben |
Abhängigkeit | Anbieter / System | öffentliches Netzwerk |
Nachweis | organisatorisch | kryptografisch |
Manipulierbarkeit | theoretisch möglich | praktisch ausgeschlossen |
Langzeit-Beweiswert | begrenzt | sehr hoch |
Oder einfacher:
2FA sagt: „Diese Person durfte handeln.“
Ethereum sagt: „So ist es passiert – und das lässt sich nicht mehr ändern.“
In professionellen, rechtlich relevanten Setups ist nicht entweder/oder, sondern beides sinnvoll.
Ein sauberes Modell:
2FA stellt sicher, wer unterschreibt
Digitale Signatur bindet die Identität an das Dokument
Ethereum-Anchoring beweist dauerhaft, was und wann signiert wurde
Ergebnis:
kein Streit über Versionen
kein Streit über Zeitpunkte
kein Vertrauen in einzelne Anbieter nötig
Eine digitale Maklervollmacht wird:
vom Kunden per 2FA bestätigt
digital signiert
als Dokument-Hash auf Ethereum verankert
Jahre später kann eindeutig bewiesen werden:
welcher Inhalt galt
zu welchem Zeitpunkt
ohne Zugriff auf interne Systeme
Nicht:
„Unser CRM sagt, das war so.“
Sondern:
„Das kann nicht anders gewesen sein.“
Ethereum ist kein Selbstzweck.
Für folgende Fälle reicht 2FA völlig:
internes Login
kurzlebige Zustimmungen
rein operative Prozesse
kein Streit- oder Haftungspotenzial
Ethereum ergibt Sinn, wenn:
mehrere Parteien beteiligt sind
hoher Streitwert existiert
Zeit und Reihenfolge relevant sind
Vertrauen nicht vorausgesetzt werden soll
2FA und Ethereum stehen nicht in Konkurrenz.
Sie adressieren unterschiedliche Ebenen von Sicherheit.
2FA schützt den Moment.
Ethereum schützt die Wahrheit über die Zeit.
Wer digitale Prozesse ernsthaft rechtssicher, langfristig und vertrauensarm aufsetzen will, kommt an dieser Unterscheidung nicht vorbei.
Stuff für die die tiefer gehen möchten 🙂

Ziel: Sicherstellen, wer handelt
Kunde / Geschäftsführer / Zeichnungsberechtigter
Login + 2FA (App, SMS, Hardware-Key, ID-Austria etc.)
klassische IAM-Logik
rechtlich: Authentifizierung & Willensbildung
➡️ Ergebnis:
„Diese Person durfte diesen Vorgang auslösen.“
Ziel: Inhalt eindeutig binden
konkretes Dokument (PDF, JSON, Vertragstext)
digitale Signatur (z. B. qualifiziert / fortgeschritten)
Hashbildung (SHA-256 o. ä.)
➡️ Ergebnis:
„Dieser Inhalt wurde in genau dieser Form akzeptiert.“
Ziel: Unveränderbarkeit & Zeitnachweis
Hash wird nicht das Dokument, sondern nur dessen Fingerabdruck
Anchoring auf Ethereum
öffentlicher Timestamp
kein Personenbezug on-chain
➡️ Ergebnis:
„Dieser Zustand existierte zu diesem Zeitpunkt – unumkehrbar.“
Ziel: Nachträgliche Beweisführung
Hash erneut bilden
mit On-Chain-Eintrag vergleichen
unabhängig von:
Anbieter
Makler
Versicherer
Softwareversion
➡️ Ergebnis:
„Der Nachweis funktioniert auch ohne das ursprüngliche System.“
2FA = Zugangskontrolle
Signatur = Willenserklärung
Blockchain = Beweisarchiv
Kein Layer ersetzt den anderen.
Sie sind orthogonal, nicht redundant.
Diese Argumentation funktioniert ohne Krypto-Buzzwords.
Ethereum wird nicht eingesetzt als:
Vertragspartei
Signaturersatz
Identitätsnachweis
➡️ Recht bleibt off-chain
➡️ Blockchain ist Beweismittel, kein Rechtsakt
Juristisch ist das Anchoring funktional vergleichbar mit:
qualifizierten elektronischen Zeitstempeln
manipulationssicheren Journalen
revisionssicheren Logsystemen
Unterschied:
kein Betreiber-Single-Point-of-Failure
kein „Trust-me“-Anbieter
Nachweis auch ohne laufendes Vertragsverhältnis möglich
keine personenbezogenen Daten on-chain
nur Hashwerte (nicht reversibel)
Dokumente bleiben off-chain kontrollierbar
➡️ Art. 5 DSGVO (Datenminimierung) erfüllt
➡️ Art. 17 DSGVO (Löschung) bleibt möglich
Blockchain speichert Beweis, nicht Daten.
Im Streitfall entfällt:
Diskussion über Dokumentversionen
Diskussion über Zeitpunkte
Diskussion über Systemmanipulation
Stattdessen:
objektiver, neutraler Nachweis
kein Eigeninteresse eines Beteiligten
reproduzierbare Verifikation
➡️ Reduktion von Beweislast-Risiken
➡️ höhere Rechtssicherheit im Regressfall
Versicherungsrealität:
Systeme wechseln
Anbieter verschwinden
Datenformate ändern sich
Blockchain-Anchoring:
systemunabhängig
zeitlich unbegrenzt verifizierbar
auch nach 10–15 Jahren rekonstruierbar
Die Kombination aus 2FA, digitaler Signatur und Blockchain-Anchoring dient nicht der „Krypto-Automatisierung“, sondern der sauberen Trennung von Identität, Willenserklärung und Beweisführung.
Während 2FA den berechtigten Zugriff sicherstellt und die Signatur den Vertragsinhalt bindet, ermöglicht das Blockchain-Anchoring einen unabhängigen, unveränderbaren Zeit- und Integritätsnachweis – ohne personenbezogene Daten zu speichern und ohne Abhängigkeit von einzelnen Systemen.
to be continued
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