
Long Live: Der ultimative Leitfaden zum Fandom von Taylor Swift | Book Review
[English version below] Das Phänomen Taylor Swift ist ein Kuchen, von dem nicht zuletzt in der Verlagsbranche so einige Teilnehmer ein paar Krümel abbekommen möchten. Geht man mal durch größere Buchhandlungen, so wird man in der entsprechenden Abteilung mit Literatur und sonstigem Tand rund um einen der größten Popstars, den die Welt je gesehen hat, förmlich erschlagen. Und selbst die kleinsten Buchläden haben oft das ein oder andere Buch, das sich mit Leben und Wirken der Sängerin befasst, i...

Garbage - Let All That We Imagine Be The Light | Music Review
[English version below] Für einen kurzen Moment war ich versucht, diese Review des achten Studioalbums von Garbage, das auf den nicht ganz so leicht von den Lippen gehenden Namen „Let All That We Imagine Be Light“ getauft wurde, mit einer Betrachtung über den Zustand der Welt zu beginnen. Aber dass das Haus, in dem wir alle leben, lichterloh in Flammen steht, können alle wissen, die sich dafür interessieren. Überschwemmungen hier und da, Kriege, Konflikte und Staaten, die man für Verbündete h...

Simpsons Comics Deluxe #1 | Comic Review
[English version below] Es gibt Comics, die altern nicht so gut. Sei es, weil sie hinsichtlich der Produktion oder aufgrund ihrer Machart, ich denke da speziell an die Zeichnungen, irgendwann einfach keine gute Figur mehr abgeben. Oder sei es, weil der dem Inhalt zugrundeliegende Zeitgeist mittlerweile derart überholt ist, dass man nicht einmal mehr die Nostalgie-Keule schwingen kann. Dann wiederum gibt es Comics, die altern gut, etwa weil die genannten Punkte nicht zutreffen. Und es gibt sog...
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Long Live: Der ultimative Leitfaden zum Fandom von Taylor Swift | Book Review
[English version below] Das Phänomen Taylor Swift ist ein Kuchen, von dem nicht zuletzt in der Verlagsbranche so einige Teilnehmer ein paar Krümel abbekommen möchten. Geht man mal durch größere Buchhandlungen, so wird man in der entsprechenden Abteilung mit Literatur und sonstigem Tand rund um einen der größten Popstars, den die Welt je gesehen hat, förmlich erschlagen. Und selbst die kleinsten Buchläden haben oft das ein oder andere Buch, das sich mit Leben und Wirken der Sängerin befasst, i...

Garbage - Let All That We Imagine Be The Light | Music Review
[English version below] Für einen kurzen Moment war ich versucht, diese Review des achten Studioalbums von Garbage, das auf den nicht ganz so leicht von den Lippen gehenden Namen „Let All That We Imagine Be Light“ getauft wurde, mit einer Betrachtung über den Zustand der Welt zu beginnen. Aber dass das Haus, in dem wir alle leben, lichterloh in Flammen steht, können alle wissen, die sich dafür interessieren. Überschwemmungen hier und da, Kriege, Konflikte und Staaten, die man für Verbündete h...

Simpsons Comics Deluxe #1 | Comic Review
[English version below] Es gibt Comics, die altern nicht so gut. Sei es, weil sie hinsichtlich der Produktion oder aufgrund ihrer Machart, ich denke da speziell an die Zeichnungen, irgendwann einfach keine gute Figur mehr abgeben. Oder sei es, weil der dem Inhalt zugrundeliegende Zeitgeist mittlerweile derart überholt ist, dass man nicht einmal mehr die Nostalgie-Keule schwingen kann. Dann wiederum gibt es Comics, die altern gut, etwa weil die genannten Punkte nicht zutreffen. Und es gibt sog...
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[English version below]
Menschen, die mit der Musik der 1980er-Jahre groß geworden sind – oder aus sonstigen Gründen eine Affinität zu diesem besonderen Jahrzehnt in der Musikgeschichte entwickelt haben – denken vermutlich an eine bestimmte Person, wenn ich jetzt einfach mal einen Namen in den Raum stelle: Sandra. Ohrwurm von „Maria Magdalena“ oder „In The Heat Of The Night“ im Anmarsch? Tschuligom. Dabei ging es mir gar nicht um jene Dame, die mit genannten Songs zwei unsterbliche Klassiker ins Mikrofon trällerte, welche auf keiner anständigen 80er-Jahre-Party fehlen dürfen. Ich habe ein anderes Anliegen.
Das Jahr 2023 nähert sich in immer größeren Schritten dem Ende. Spätestens jetzt kommen die ganzen Musikverlage noch einmal mit Künstler*innen um die Ecke, die man sich für das kommende Jahr auf den Zettel schreiben sollte. In diesen „Artist to Watch“-Mailings ist eine Menge Zeug dabei, das – ohne das jetzt in irgendeiner Weise werten zu wollen – mich nicht sonderlich anspricht. Viel zu oft wird da viel zu viel vom selben hochgejazzt. Das heißt also, die Perlentaucherei ist selbst dann nicht vorüber, wenn die Muscheln schon via elektronischer Post angespült werden.
Manchmal aber bleibe ich doch an neuen Acts hängen und denke: Aha? Das ist interessant! So geschehen neulich, als eine entsprechende Mail von Sony ins Haus flatterte und auf, und damit schließt sich der Kreis, Sandra aufmerksam machte. Nicht der Popstar aus den 80ern, sondern eine junge Frau, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere steht. Viel mehr kann ich Euch zum gegenwärtigen Zeitpunkt über Sandra leider nicht erzählen. Ich würde allerdings gerne.
Denn als Aufmerksamkeitserreger lieferte die Dame von Sony, die mir das Thema unterbreitete, die erste von Sandra geschriebene und jüngst veröffentlichte Single „Sterne sehen“ mit. Eine Art Comig-of-Age-Geschichte, zumal der Song dem Vernehmen nach auf Sandras letztem Urlaub mit ihrer Familie im Osten Frankreichs entstanden sein soll. Dieser spärlich instrumentierte, minimal-elektronische Popsong, irgendwie unterkühlt und doch sehr warm zugleich, erinnert mich sowohl an die frühen Tage der Neuen Deutschen Welle als auch an die Mucke von Billie Eilish. Man könnte wirklich schlimmere Assoziationen haben, denke ich. Wenn Ihr Euch selbst einen Eindruck verschaffen möchtet, könnt Ihr das direkt hier tun:

People who grew up with the music of the 1980s—or who’ve developed an affinity for that particular decade in music history for any other reason—will probably think of a specific person when I casually toss out the following name: Sandra. Got "Maria Magdalena" or "In the Heat of the Night" stuck in your head now? Sorry, not sorry. That’s not even what I meant. I’m not talking about the singer behind those two immortal classics that no decent ’80s party should be without. I’ve got something else in mind.
The year 2023 is rapidly drawing to a close. And right on cue, the music labels are starting to push their “artists to watch” for the upcoming year. These press releases are usually packed with names and acts that—without meaning to sound dismissive—don’t exactly grab me. Too often, it’s just more of the same being hyped to the heavens. Which means: even when the pearls get washed ashore via digital press mailings, the pearl diving continues.
But every now and then, something does stick. And I find myself thinking, huh? Now that’s interesting. That’s what happened recently when I received a mailer from Sony that brought—full circle here—Sandra to my attention. No, not the pop icon from the ’80s. This Sandra is a young woman right at the beginning of her career. And at this point, I can’t tell you all that much more about her. But I’d really like to.
Because the Sony rep who pitched her included Sandra’s debut single, “Sterne sehen” (“See the Stars”), and it immediately caught my ear. The track plays like a kind of coming-of-age story, apparently written during Sandra’s last family vacation in the east of France. Musically, it’s a sparse, minimally electronic pop song—somehow cold and warm at the same time—that reminds me both of the early days of the Neue Deutsche Welle and of Billie Eilish.
And let’s be honest—there are far worse associations to have.

[English version below]
Menschen, die mit der Musik der 1980er-Jahre groß geworden sind – oder aus sonstigen Gründen eine Affinität zu diesem besonderen Jahrzehnt in der Musikgeschichte entwickelt haben – denken vermutlich an eine bestimmte Person, wenn ich jetzt einfach mal einen Namen in den Raum stelle: Sandra. Ohrwurm von „Maria Magdalena“ oder „In The Heat Of The Night“ im Anmarsch? Tschuligom. Dabei ging es mir gar nicht um jene Dame, die mit genannten Songs zwei unsterbliche Klassiker ins Mikrofon trällerte, welche auf keiner anständigen 80er-Jahre-Party fehlen dürfen. Ich habe ein anderes Anliegen.
Das Jahr 2023 nähert sich in immer größeren Schritten dem Ende. Spätestens jetzt kommen die ganzen Musikverlage noch einmal mit Künstler*innen um die Ecke, die man sich für das kommende Jahr auf den Zettel schreiben sollte. In diesen „Artist to Watch“-Mailings ist eine Menge Zeug dabei, das – ohne das jetzt in irgendeiner Weise werten zu wollen – mich nicht sonderlich anspricht. Viel zu oft wird da viel zu viel vom selben hochgejazzt. Das heißt also, die Perlentaucherei ist selbst dann nicht vorüber, wenn die Muscheln schon via elektronischer Post angespült werden.
Manchmal aber bleibe ich doch an neuen Acts hängen und denke: Aha? Das ist interessant! So geschehen neulich, als eine entsprechende Mail von Sony ins Haus flatterte und auf, und damit schließt sich der Kreis, Sandra aufmerksam machte. Nicht der Popstar aus den 80ern, sondern eine junge Frau, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere steht. Viel mehr kann ich Euch zum gegenwärtigen Zeitpunkt über Sandra leider nicht erzählen. Ich würde allerdings gerne.
Denn als Aufmerksamkeitserreger lieferte die Dame von Sony, die mir das Thema unterbreitete, die erste von Sandra geschriebene und jüngst veröffentlichte Single „Sterne sehen“ mit. Eine Art Comig-of-Age-Geschichte, zumal der Song dem Vernehmen nach auf Sandras letztem Urlaub mit ihrer Familie im Osten Frankreichs entstanden sein soll. Dieser spärlich instrumentierte, minimal-elektronische Popsong, irgendwie unterkühlt und doch sehr warm zugleich, erinnert mich sowohl an die frühen Tage der Neuen Deutschen Welle als auch an die Mucke von Billie Eilish. Man könnte wirklich schlimmere Assoziationen haben, denke ich. Wenn Ihr Euch selbst einen Eindruck verschaffen möchtet, könnt Ihr das direkt hier tun:

People who grew up with the music of the 1980s—or who’ve developed an affinity for that particular decade in music history for any other reason—will probably think of a specific person when I casually toss out the following name: Sandra. Got "Maria Magdalena" or "In the Heat of the Night" stuck in your head now? Sorry, not sorry. That’s not even what I meant. I’m not talking about the singer behind those two immortal classics that no decent ’80s party should be without. I’ve got something else in mind.
The year 2023 is rapidly drawing to a close. And right on cue, the music labels are starting to push their “artists to watch” for the upcoming year. These press releases are usually packed with names and acts that—without meaning to sound dismissive—don’t exactly grab me. Too often, it’s just more of the same being hyped to the heavens. Which means: even when the pearls get washed ashore via digital press mailings, the pearl diving continues.
But every now and then, something does stick. And I find myself thinking, huh? Now that’s interesting. That’s what happened recently when I received a mailer from Sony that brought—full circle here—Sandra to my attention. No, not the pop icon from the ’80s. This Sandra is a young woman right at the beginning of her career. And at this point, I can’t tell you all that much more about her. But I’d really like to.
Because the Sony rep who pitched her included Sandra’s debut single, “Sterne sehen” (“See the Stars”), and it immediately caught my ear. The track plays like a kind of coming-of-age story, apparently written during Sandra’s last family vacation in the east of France. Musically, it’s a sparse, minimally electronic pop song—somehow cold and warm at the same time—that reminds me both of the early days of the Neue Deutsche Welle and of Billie Eilish.
And let’s be honest—there are far worse associations to have.

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